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Verkehr und Mobilität in einer sich ändernden Gesellschaft

Der demographische Wandel hat Auswirkungen auf die Alltagsmobilität: So müssen beispielweise Transportsysteme an die Anforderungen älterer Personen angepasst werden. Gleichzeitig sind Tendenzen einer Re-Urbanisierung sichtbar: Die Bevölkerungszahlen von Metropolen steigen (leicht) an und Suburbanisierungsprozesse schwächen sich ab. In ländlichen Räumen ist ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Zudem scheint die Bedeutung des Pkw in bestimmten Bevölkerungsgruppen abzunehmen und Formen des Sharing gewinnen an Popularität. Diese Entwicklungen bergen das Potential für die Durchsetzung neuer Mobilitätskonzepte und damit eines nachhaltigeren Mobilitätsverhaltens.
In Initialisierungsprojekt 1 sollen diese Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten untersucht und darauf aufbauend neue Mobilitätskonzepte entwickelt werden. Dazu werden die folgenden Projektziele verfolgt:

  1. Analyse der Auswirkungen des demographischen Wandels und Ableitung von Anforderungen für die Mobilität der Zukunft
  2. Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte und technologischer Entwicklungen orientiert an den wandelnden Mobilitätsanforderungen


Im Rahmen des ersten Projektzieles sollen die Bedürfnisse und Anforderungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in unterschiedlichen Lebensphasen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels untersucht werden.

Umfrageergebnis Multimodalität nach Alter
Multimodalität verschiedener Altersklassen

 

In den Projekten werden die Alltagsmobilität von Familien und Veränderungen im Mobilitätsverhalten junger Erwachsener und älterer Personen über die Zeit analysiert sowie Veränderungen der Mobilität durch bestimmte Lebensereignisse, wie die Familiengründung, genauer betrachtet. Ferner sollen Zielgruppen für Carsharing-Systeme und integrierte Mobilitätskonzepte identifiziert und die Akzeptanz intermodaler Services analysiert werden. Dafür werden Daten aus einer Interviewstudie, Mobilitätserhebungen (deutsches Mobilitätspanel: MOP), Nutzerbefragungen und einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage analyisiert.

Grafik Wegetagebuch
Grafische Darstellung Wegetabeuch Deutsches Mobilitätspanel

 

Aufbauend auf den Ergebnissen der Projekte im ersten Projektziel sollen im Rahmen des zweiten Projektzieles neue Mobilitätskonzepte und technologische Lösungen entwickelt werden. Dazu werden tragfähige, integrierte und innovative Konzepte für eine lebenslange Mobilität in Karlsruhe und dem Umland identifiziert. Die Methoden stellen Best-Practice-Analysen und Workshops und Interviews mit Nutzern dar. Daneben werden die Anforderungen an demographiebedingte Mobilitätskonzepte mit Hilfe von Fahrzeugsimulationen untersucht. Dafür wird das fahrdynamische Verhalten von Fahrzeugführern in Abhängigkeit individueller Faktoren analysiert sowie Anforderungen an Antriebstopologien und die Belastungen derer Komponenten abgeleitet und entwickelt. Weiterhin werden im Projekt technische Lösungen entwickelt, die vor dem Hintergrund des demographischen Wandels nützlich sind. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Kamera- und videobasierte Personenerfassung zur Entwicklung innovativer Assistenz- und Interaktionslösungen im Fahrzeuginnenraum.

Fahrzeuginnenraum mit Personen
Kameraerfassung Fahrzeuginnenraum mit Personen- und Gestenerkennung

 

Damit soll eine zielführende alters-, nutzer- und situationsgerechte Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstellen im Fahrzeuginnenraum erreicht werden. Eine natürliche Interaktion mit Technik ermöglicht komfortable und sichere Mobilität, senkt Nutzungsbarrieren und ist Teil einer aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Daneben soll ein autonom fahrendes, batterie-elektrisch angetriebenes Transport- und Zugfahrzeug (Projektname E-City-Buddy) entwickelt werden, das Güter transportieren und rollende Mobilitäts-, Transport- und Beförderungshilfen ziehen kann.

 

Wissenschaftspartner

KIT Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST)

KIT Institut für Anthropomatik und Robotik (IAR)

KIT Institut für Verkehrswesen (IfV)

KIT Institut für Industriebetriebslehre und industrielle Produktion (IIP)

Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB)

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)